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que[e]r-Programm / Oktober 2007
Alle Veranstaltungen finden in unseren neuen Location im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt - manchen wird sie noch als die "Brücke" ein Begriff sein - und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.
Der Eintritt ist immer kostenlos!!!
Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite
Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF [110kB] und als Webkalender!
Mittwoch 10. Oktober:
let's party
unglaublich, aber wahr: das que[e]r startet in die 10. saison!
das ist eine ganz schön lange zeit - mit interessanten diskussionen, vorträgen, filmen und vielem mehr. also allemal ein grund zum feiern!
Außerdem gibt es noch einige Runden "Wer wird RevolutionärIn", also euer jahrzehntelanges ;) Wissen mitnehmen, schauen, wie weit ihr kommt und auf Preise hoffen! Und wer das nicht will, kann sich noch immer bei "Polictivity" mit Händen und Füßen vergnügen.
also - stubenhocken sein lassen - gute laune und freundInnen mitbringen!
Mittwoch 17. Oktober:
Buchpräsentation
Heribert Schiedel: "Der Rechte Rand. Extremistische Gesinnungen in unserer Gesellschaft"
Der DÖW-Mitarbeiter Heribert Schiedel hat eine längst überfällige Bestandsaufnahme des heimischen Rechtsextremismus und Neonazismus vorgelegt. Eine zentrale These dieser Arbeit besagt, dass Antisemitismus, Rassismus/Nationalismus und Autoritarismus salonfähig geworden sind. Diese Normalisierung des Rechtsextremismus wird begleitet von einer immer offener und selbstbewusster auftretenden Neonazi-Szene. Nach dem behördlichen Vorgehen gegen neonazistische Strukturen in den frühen 90er Jahren wurden diese mittlerweile auf noch höherem Niveau wieder etabliert. Mit den Mitteln moderner Informations-/Kommunikationstechnologien und dem Anknüpfen an diversen sub-/jugendkulturellen Praktiken und Stilen gelingt es Neonazis zudem immer besser, Jugendliche zu rekrutieren. Es droht sich eine Art "Erlebniswelt Neonazismus" auszubilden, manche Gegenden Österreichs brauchen den Vergleich mit den "national befreiten Zonen" in Deutschland nicht länger zu scheuen. Daneben wurden in letzter Zeit die ohnehin immer schon sehr durchlässigen Grenzen zwischen (legalem) Rechtsextremismus und (illegalem) Neonazismus fast gänzlich verwischt. Dass heute Neonazis bei FPÖ-Veranstaltungen aufmarschieren, ist Ausdruck der neuen alten Einheit im völkischen Milieu, wie sie im Zusammenhang mit der "Wehrsport-Affäre" deutlich wurde. Gemeinsam kämpft man gegen das NS-Verbotsgesetz und gegen "Moscheen".
Vortrag und Diskussion über neuere Entwicklungen im Rechtsextremismus, verschiedene Erklärungsansätze und Gegenstrategien.
Mittwoch 24. Oktober:
feministische theorie. einblicke.
feministische theorieansätze gibt es viele - auch unter jenen, die feminismus nicht abgeschottet von anderen herrschafts- und machtverhältnissen betreiben. dieser abend soll einen groben überblick zu feministischen theorieströmungen und begriffen sowie auch paradigmen und paradigmenwechsel in feministischen debatten bieten.
als komprimierte zusammenfassung, einstieg für wenig eingelesene und natürlich als diskussionsgrundlage.
vortrag und diskussion mit veronika wöhrer
Mittwoch 31. Oktober:
"Unser nicht-sexistischer Alltag"
Ja? Wie schaut unser alltägliches Leben tatsächlich aus? In der libertären / autonomen / anarchistischen / que(e)ren Szene ist feministische Theorie und sind feministische Positionen Gemeinplätze. Trotzdem gibt es kaum Männer, die sich damit auseinandersetzen. Feministische Themen werden an Frauen delegiert. Außerdem, was macht uns zu Männern und Frauen und was benachteiligt Frauen in vielen (alltäglichen) Lebenssituationen. Grund genug, Fragen an uns zu stellen und über unser alltägliches Leben zu reflektieren:
Wer macht mehr im Haushalt und hält die Wohnung sauber?
Wer braucht wieviel Platz und tritt dominierend auf (oder rücksichtsvoll)?
Wer kommuniziert wie mit wem? Leise? Selbstbewusst?
Wie schnell und an welchen Kennzeichen kategorisieren wir Menschen nach ihrem Geschlecht?
Offene Diskussion. Eine Grundlage schaffen pünktliche BesucherInnen (ab 19h)
