Que[e]r

que[e]r-Programm / Oktober 2006

Alle Veranstaltungen finden in unseren neuen Location im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt - manchen wird sie noch als die "Brücke" ein Begriff sein - und beginnen um 20:00, geöffnet ist das Que[e]r ab 18:30.

Der Eintritt ist immer kostenlos!!!

Weitere Infos gibts auf der Que[e]r-Übersichtsseite

Mittwoch 04. Oktober:

Und alles nur aus Liebe!?

Ehen werden aus unterschiedlichsten Gründen geschlossen - Liebe ist einer davon, legalen Aufenthalt erlangen zu wollen, könnte ein weiterer sein - wäre dies nicht strafbar! Die Situation vor allem für Ehepaare ÖsterreicherInnen / "Drittstaatsangehörigen" hat sich durch das Fremdenrecht 2006 massiv verschärft - ist die Intention des Gesetzgebers die Verhinderung binationaler Ehen?

Vortrag und Diskussion mit Filmspot und -ausschnitten zum weiten Feld der Liebes- und anderer Ehen und zur staatlichen Überprüfung auf Echtheit der Gefühle ;)

Mittwoch 11. Oktober:

queerbeograd - film/soliabend

Am 12. Oktober beginnt - bereits im dritten Jahr in Folge - QueerBeograd. Drei Tage lang wird in Performances, in Workshops, in Filmen, in Aktionen und auf Partys queeren Politiken nachgegangen.

Als Reaktion auf die gewaltätigen homophoben Angriffe auf die "Pride Parade" von Seiten der serbischen Bevölkerung im Jahre 2001 und der aus Sicherheitsgründen abgesagten Pride 2004 entstand QueerBeograd als radikale politische Antwort auf alle Formen von Unterdrückung und als Forum zur nationalen wie internationalen Vernetzung queerer Politikansätze, von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und anderen "differenten" Geschlechtern: "in this context to be queer means to refuse social rules and to constantly re-question supposed norms of patriarchal tradition". Als gehe auch gerade darum Räume zu schaffen, abseits der klaren homo- oder heterosexuellen Schubladisierung.

Einen Tag vor der Eröffnung des Festivals in Beograd zeigen wir im que[e]r eine Dokumentationen zur Pride 2001 und der ersten beiden QueerBeograd Festivals. Und etwas Kohle sollte auch zusammen getragen werden.

Weitere Infos: http://www.queerbeograd.org

Mittwoch 18. Oktober:

Die Opfer der NS-Militärjustiz

Wehrmachts-Deserteure gelten in Österreich nach wie vor als "Verräter" und "Feiglinge". Im Bild von der "puren Pflichterfüllung" der Wehrmachtssoldaten wirken sie störend. Durch ihre Weigerung für den Nationalsozialismus zu kämpfen, wird deutlich, dass den "einfachen Soldaten im Feld" die Verbrechen und Ziele des deutschen Angriffs- und Vernichtungskrieges bewusst waren.

Eine Würdigung der Desertation als Widerstand findet sich auch im überarbeiteten Anerkennungsgesetz des Jahres 2005 nicht. Das Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz erinnert an der ehemaligen Erschiessungsstätte in Kagran alljährlich Ende Oktober an die Opfer der NS-Standgerichte. In Kagran wurden allein zwischen 1940 und 1943 mehr als 1000 Menschen wegen des Vorwurfs des Hochverrats, der Wehrkraftzersetzung und Desertation, hingerichtet.

Es sprechen Richard Wadani und Hugo Pepper (Personenkomitee Gerechtigkeit für die Opfer der NS-Militärjustiz) sowie Hannes Metzler (Politikwissenschafter)

Mittwoch 25. Oktober:

SHE POP - ein Film über Musikerinnen

Die Filmdokumentation widmet sich Portraits von Frauen (-bands) der Wiener Off-Musikszene. Gezeigt werden Musikerinnen unterschiedlicher Genres, darunter Punk, Performance und Elektronik. Die Kamera begleitet die Künstlerinnen bei Live-Auftritten und geht auf die verschiedenen Performances auf der Bühne ein. Im Zuge von Interviews erzählen die Musikerinnen sehr persönlich über Ihre Arbeit und speziell über Ihre Erfahrungen in der (noch) immer von Männern dominierten Musiklandschaft Wiens.

Nach der Vorführung kann mit der Regisseurin über den Film gesprochen und diskutiert werden. Und die eine oder andere Musikerin wird im Publikum auch der Diskussion beiwohnen.

Länge: 33 min. Bands: 550 Rondy, ADULT., Agenda Lobkov, Cherry Sunkist, First Fatal Kiss, Pantskirt, Silicone Pumpgun, SV Damenkraft und "z.B.: ..."

SHE POP im Web: http://www.ovila.at