que[e]r

que[e]r-Programm / November 2008

Alle Veranstaltungen finden in unseren neuen Location im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt - manchen wird sie noch als die "Brücke" ein Begriff sein - und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.

Der Eintritt ist immer kostenlos!!!

Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite

Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF und als Webkalender!

Mittwoch 05. November:

Heftpräsentation: Kulturrisse 3/2008

In der vergangenen Wahlauseinandersetzung hat die Verdopplung der rechtsextremen Figuren eine noch nicht da gewesene mediale Präsenz von Role Models rassistischer, (hetero-)sexistischer und antisemitischer Szenen in Österreich ermöglicht. Dem entgegen stand - nichts. Die neue Ausgabe der Kulturrisse versammelt unter dem Titel Linkskurven Einschätzungen zu Möglichkeiten und Bedingungen für eine neue Linke in Österreich. Soll eine linke Bewegung ihr Begehren auf den Staat lenken? Beginnen Bedeutung und Sichtbarkeit bei vier Prozent? Und wäre die aktive Partizipation an der repräsentativen Demokratie der Gipfel einer linken Erfolgsstory oder doch ein zu vermeidendes Übel?

Weitere Infos: http://www.kulturrisse.at

Mittwoch 12. November:

Buchpräsentation: "Dies ist kein Gottesstaat"

Die Qualität eines demokratischen Rechtsstaats zeigt sich in Zeiten des internationalen Terrorismus am Umgang mit den Bedrohungsszenarien, mit denen dieser sich konfrontiert sieht.

Für dieses Buch haben sich bewusst AutorInnen mit sehr unterschiedlichem wissenschaftlichem Hintergrund zusammengefunden, um den Fall von Mohamed M. und Mona S. - laut erstinstanzlichem Gericht "Mitglieder einer Terroristischen Vereinigung, nämlich der al-Qaida" - eingehend zu beleuchten. "Dies ist kein Gottesstaat!" soll auf die Notwendigkeit der Verteidigung von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit vor Terrorismus und islamistischem Totalitarismus hinweisen und gleichzeitig die Gefahr einer Aushöhlung rechtsstaatlicher Prinzipien durch Formen der Terrorismusbekämpfung, die selbst Schritte in Richtung eines autoritären Überwachungsstaates setzen, darstellen. Nicht nur in Österreich stellen sich in diesem Zusammenhang Fragen, die weit über den konkreten Fall hinausgehen.

Direkt nach dem ersten Prozesstag im erneuten Strafverfahren gegen Mona S. und Mohamed M. (Der OGH hat das erstinstanzliche Urteil aufgehoben) werden die AutorInnen über die Hintergründe des Falles und aktuelle Entwicklungen berichten. Der Abend soll dazu dienen den Kontext, in dem der konkrete Fall steht, zu diskutieren.

Eva Pentz, Georg Prack, Thomas Schmidinger, Thomas Wittek: "Dies ist kein Gottesstaat" - Terrorismus und Rechtsstaat am Beispiel des Prozesses gegen Mohamed M. und Mona S.

Mittwoch 19. November:

Japan: Von den G8 Protesten zum Yaskuni Shrine

Über soziale Bewegungen in Japan ist in Europa heute relativ wenig bekannt. Das war nicht immer so, gab es in den 70er regen Austausch zwischen den StudentenInnenbewegungen. Im Zusammenhang der Proteste gegen G8 rückten die AktivistInnen in Japan wieder kurz ins Blickfeld der europäischen Linken. Zwei Aktivistinnen aus Wien, die sich an den Protesten gegen den G8 Gipfel in Hokkaido beteiligt haben, erzählen von ihrem Aufenthalt in Japan und zeigen Videobeiträge zu unterschiedlichen Protesten (Food not Bombs/Obdachlosensolidarität, Mayday/Prekarisierung, Yaskuni Shrine/Antifa, G8 Proteste/Antikapitalismus). Im Zuge der Veranstaltung soll es auch die Möglichkeit geben über Ansätze, Perspektiven und Gemeinsamkeiten zwischen den Bewegungen in Japan und Europa zu diskutieren.

Mittwoch 26. November:

Feministische Medien - Öffentlichkeiten jenseits des Malestream

Feministische Medien haben die Welt verändert. Medien dienten nicht alleine der Formulierung von Forderungen, sondern als szeneinterne Foren auch der Formierung unterschiedlichster Frauenbewegungen. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums des feministischen Magazins an.schläge wirft ein Sammelband den Blick auf Geschichte und Gegenwart feministischer Medienvielfalt: vom Flugblatt zum Fanzine, von der Lesbenpresse zum TV-Magazin. Das Buch erhebt den Status Quo der mittlerweile höchst differenzierten medialen Landschaft und diskutiert dabei Ansätze, Probleme und Paradigmenwechsel feministischer Medienproduktion.

Lea Susemichel, Saskya Rudigier, Gabi Horak (Hg.): Feministische Medien. Öffentlichkeiten jenseits des Malestream. Ulrike Helmer Verlag, 2008.