que[e]r

que[e]r-Programm / März 2009

Alle Veranstaltungen finden in unseren neuen Location im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt - manchen wird sie noch als die "Brücke" ein Begriff sein - und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.

Der Eintritt ist immer kostenlos!!!

Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite

Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF und als Webkalender!

Mittwoch 04. März:

Smash §278 !

Vetreter_innen der Antirepressionsgruppe erzählen über aktuelle Ermittlungen & Verfahren gegen die österreichische Tierrechts-, Tierbefreiungs- bzw Tierschutzszene. Diese erreichte mit 23 Hausdurchsuchungen und 10 Verhaftungen am 21. Mai 2008 einen vorläufigen Höhepunkt. Dabei werden vor allem die Ermittlungsmethoden und Repression in anderen Ländern neben Hintergrundinfos zu den §278 sowie Erfahrungen aus 31/2 Monaten Haft und der Soliarbeit von „draußen“ beleuchtet werden.

Infos unter http://www.antirep2008.tk

Mittwoch 11. März:

Sexualisierte Gewalt, Gesetze gegen Gewalt und Realitäten

Die Unterstützer_innengruppe DEFMA lädt zu Vortrag und Diskussion zur Kriminalisierung von sexualisierter Gewalt im sogenannten Rechtsstaat. Konkret wollen wir die sehr engen Definitionen von Vergewaltigung und sexualiserten Übergriffen im österreichischen Strafrecht, die für Betroffenen wenig bis keinen Spielraum für Selbstbestimmung lassen, aufzeigen, wie die herrschende Praxis von der Anzeige bis zum Prozess aussehen kann und warum uns die Durchsetzung von Definitionsmacht im Umgang mit sexualisierter Gewalt so wichtig ist.

Da das Thema ein sehr heftiges ist, bitten wir um einen respektvollen Umgang während und nach der Veranstaltung. Achtet auf eure Grenzen und die von anderen und seid euch dessen bewusst, dass beim Vortrag Inhalte angesprochen werden, die vielleicht bei Anwesenden zu einer Retraumatisierung der erlebten Gewalt führen können.

Mittwoch 18. März:

The State of Nature - Umweltschutz als nationales Projekt

Die Umweltschutzbewegung wird als Bestandteil der neuen sozialen Bewegungen meist mit links-emanzipatorisch gleichgesetzt. Dass „Umweltbewusstsein“ aber nicht zwangsläufig das bessere Leben von Menschen zum Ziel hat, sondern in der Tradition von „Umweltschutz als Heimatschutz“ oft den („fremden/entwurzelten“) bestimmte Menschen zum Problem erklärt, wird dabei oft übersehen. Wir wollen an diesem Abend die Rezeption vom „Umwelt/Mensch“-Verhältnis in der alten und neuen Rechten, in Österreich und darüber hinaus, auseinander nehmen.

Mittwoch 25. März:

Flucht aus Somalia

Seit 20 Jahren herrscht nunmehr ein von der Weltöffentlichkeit weitgehend unbeachteter Bürgerkrieg in Somalia, der Millionen Menschen zu Flüchtlingen gemacht hat. In Österreich ist die Zahl somalischer Flüchtlinge in den letzten Jahren konstant gestiegen. Die Deserteurs- und Flüchtlingsberatung betreut sehr viele somalische Flüchtlinge und möchte versuchen, Hintergrundwissen zu den gesellschaftlichen und historischen Aspekten sowie aktuellen Konflikten zu liefern. Neben einem kurzen Überblick über die Geschichte soll insbesondere auf die Lage von Frauen sowie von Minderheiten (religiöse Gruppen, Minderheitenclans, Homosexuelle) eingegangen werden. Darüber hinaus möchten wir die spezifischen Probleme von Somalis in Österreich, vor allem im Hinblick auf das Asylverfahren, darstellen.