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que[e]r-Programm / März 2007
Alle Veranstaltungen finden in unseren neuen Location im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt - manchen wird sie noch als die "Brücke" ein Begriff sein - und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.
Der Eintritt ist immer kostenlos!!!
Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite
Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF [159kB] und als Webkalender!
Mittwoch 07. März:
Der Krieg und die KritikerInnen
"Der Krieg und die Kritiker" (Bernhard Schmid) handelt von den Reaktionen innerhalb von Teilen des - im weiteren Sinne - gesellschaftskritischen Spektrums auf den Krieg im Libanon, der im Hochsommer 2006 rund 1.200 zivile Tote kostete.
Die "Kritiker" sind dabei sowohl jene, die diesen Krieg (mit zum Teil falschen Argumenten und ohne Bewusstsein für die Problematik antisemitischer Argumentationsmuster) kritisiert haben - als auch jene, die sich für besonders radikale GesellschaftskritikerInnen halten, aber mit fliegenden Fahnen für die Unterstützung dieses Krieges mobilisierten.
Aktuelle Stellungnahmen aus diesen unterschiedlichen Spektren werden kritisch beleuchtet. Aber auch die Wirkungsmächtigkeit von historischen Bildern, Konstellationen und Zusammenhängen in den Konfliktparteien selbst wird nicht ausgespart.
Buchpräsentation und Gespräch des Autors Bernhard Schmid mit Stefan Novotny. Moderation Käthe Knittler
Eine gemeinsame Veranstaltung von grundrisse.zeitschrift für linke theorie & debatte, que[e]r und revolté
Mittwoch 14. März:
Hätt Maria abgetrieben...
Neben den Angriffen der üblichen klerikalen und rechts-konservativen Kreise auf das Recht auf Abtreibung, stecken hinter den meisten Aktivitäten der radikalen AbtreibungsgegnerInnen in Österreich die Organisationen Human Life International (HLI) und Youth For Life. Nachdem HLI Anfang Dezember 2004 in den Räumlichkeiten der ehemaligen Lucina-Klinik eine "Baby-Holocaust-Gedenkstätte" eingerichtet hat, schießen sich die KerzerlfresserInnen nun auf das neue Sexualmedizinische Beratungscenter "VenusMed" in der Lugner City ein.
Die Veranstaltung wird einen Überblick über die jüngsten Umtriebe von HLI und Youth for Life und deren Kontakte zum rechten Klerus in Österreich bieten.
Mittwoch 21. März:
Flughafensozialdienst präsentiert:
Lesung ausgewählter Texte aus dem Fremdenrechts-Alltag
Der systematische Fremdenhass des europäischen weißen Mehrheitsbürgers gepaart mit der rassistischen Ausbeutungspraxis schlägt sich in den Institutionen, in ihren Gesetzesbüchern, in ihrem Schriftverkehr und ihren juristischen Schriftstücken, in den Aussagen und Aussendungen ihrer Funktionsträger, ihren Handlungen, wie der Abschiebe- und Schubhaftpraxis, nieder in Form von rassistischen Stereotypen, euphemistischen Rechtfertigungsmustern und zynischen Diskursstrategien.
Aus einer Ansammlung solcher bitterer Wahrheiten, die uns im Laufe unserer Beratungstätigkeit tagtäglich unterkommen, werden wir an diesem Abend ausgewählte Texte lesen.
Mittwoch 28. März:
Technologie, Geschlecht und Gesellschaft
Eine feministische Annäherung.
Gender Mainstreaming ist in aller Munde. Es gilt, Geschlechterperspektiven in alle Bereiche, d.h. in den Mainstream hineinzubringen. In Bezug auf Informatik und IT wird dies meist so verstanden, dass unterschiedliche Zugänge von Frauen und Männern berücksichtigt werden sollen. Geschlechterdifferenzen werden eher betont als abgebaut; Defizite der technischen Kompetenz bei den Frauen gesehen.
Demgegenüber möchte ich den Blick auf die Technologien selbst richten und die in sie eingeschriebenen "Politik" diskutieren: Wie werden Geschlecht und andere Ungleichheitsstrukturen in technische Produkte eingeschrieben? Welche Alternativen zu den vorherrschenden Praktiken ließen sich vorstellen? Und was können Strategien sein, um Software und IT in einem gesellschaftskritischen und feministischen Sinne zu konstruieren?
Vortrag und Diskussion mit Corinna Bath
Eine gemeinsame Veranstaltung von que[e]r und tech:babbel
