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que[e]r-Programm / Mai 2010
Alle Veranstaltungen finden in der W23 im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.
Der Eintritt ist immer kostenlos!!!
Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite

Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF und als Webkalender!
Mittwoch, 5. Mai:
Karawane Festival
"Vereint gegen koloniales Unrecht, in Erinnerung an die Toten der Festung Europa"
Unter diesem Motto wird vom 4.-6. Juni 2010 ein Festival in Jena stattfinden. Das Wort 'Festival' steht in diesem Zusammenhang für die Ausdrucksform des politischen Kampfes, die zentralen Elemente neokolonialer Ausbeutung und die damit verbundenen Folgen in kreativer und sehr bestimmter Form in die Öffentlichkeit zu tragen. Dabei gilt vor allem: Dezentral und draußen. Die Infoveranstaltung wird einen kurzen Überblick über Inhalt und stand der Mobilisierung geben und soll vor allem auch ein Raum zur Austausch und Vernetzung für all diejenigen sein, die planen aus Wien und Umgebung nach Jena zu fahren.
Nähere Infos gibt es unter karawane-festival.org
Mittwoch, 12. Mai:
Wiener Polizei und Gedenken
"Schutzpolizisten wurden zu Verbrechen an Juden und anderen Opfern missbraucht." Unter anderem das steht auf einer Gedenktafel aus dem Jahr 2000 in der Marokkanergasse und ist beispielhaft für den Umgang der österreichischen und Wiener Polizei mit ihrer Vergangenheit, die vor allem von einer "Opfer-Täter"-Umkehr dominiert wird.
Ein historischer Abriss soll Einblick in die Verbrechen der Wiener Polizei (Schutzpolizei/'Schupo') während der NS-Zeit geben und näher bringen, dass diese in weit größerem Umfang - und ganz anderen Orten als dem Stadtgebiet Wien - an Vernichtung und Vertreibung beteiligt waren. Dies soll die Basis bieten, um sich im Folgenden mit dem aktuellen Gedenken und Umgang der Polizei mit ihrer Vergangenheit auseinanderzusetzen. Vortrag und Diskussion.
Mittwoch, 19. Mai:
lookism? what the fuck?!
was ist lookism? geht uns das was an? sind wir "nur" betroffene oder reproduzieren wir selbst rollenbilder und körpernormen? wir alle sind in unserem leben nahezu überall mit lookism konfrontiert. normierte körper-, rollen-, geschlechterbilder - ob im öffentlichen Raum, auf werbeplakaten oder im fernsehen und zeitschriften, überall werden fast ausschliesslich menschen gezeigt die dem "gängigen schöheitsbild" - "makellos", schlank, durchtrainiert und heterosexuell - entsprechen.
wir wollen über die mechanismen von lookism diskutieren und gemeinsam darüber reden ob und wie es sich damit in "unseren räumen", freund_innen kreisen und szenen verhält.
Mittwoch, 26. Mai:
Zur Geschichtspolitik der Akademie der Bildenden Künste
Die Plattform Geschichtspolitik ist eine Initiative von StudentInnen, AktivistInnen und Lehrenden, die der Akademie der bildenden Künste Wien nahe stehen und versteht sich als offenes Kollektiv im Sinne jener Arbeitsgruppen die im Rahmen der Akademiebesetzung entstanden sind. Sie markiert den Beginn eines kontinuierlichen Prozesses, in dem die Teilhabe der Akademie an Kolonialismus, (Austro-)Faschismus und Nationalsozialismus kritisch reflektiert und öffentlich verhandelt wird.
Hierbei wurden Schwerpunkte definiert: Kontaktaufnahme mit ZeitzeugInnen, Provenienzforschung über diverse Bestände der Akademie, Restitutionsfragen sowie die kritische Intervention in architektonische und räumliche Manifestationen. Aus aktuellem Anlass werden wir in Bezug auf den letzten Punkt auch über Möglichkeiten der Denkmalumgestaltung sprechen.
