
Que(e)r-Programm / Juni 2005
01. Juni:
we know you are watching
Überwachungskameras via Sticker kennzeichnen, verkleben oder mit Tüchern verdecken, Überwachungszentralen besetzen oder Sabotage Aktionen setzen - seitdem Mitte der 90er Jahre die Videoüberwachung öffentlicher urbaner Räume massiv zugenommen hat, regt sich auch Protest. "Surveillance Camera Players" formulieren ihren Widerstand mit kurzen Performances vor Überwachungskameras im Sinn eines "Guerilla Programing of Videosurveillance" - diese Strategien vorzustellen, ist auch eine gute Gelegenheit, Videoüberwachung an sich zu thematisieren und in den Kontext gesellschaftlicher Entwicklungen, etwa der Diskussion um "urbane Verunsicherungen" zu setzen; die Analyse und Kritik von WissenschafterInnen der "Surveillance Studies" vorzustellen, oder die Tendenzen für die (Macht-) Verhältnisse im öffentlichen Raum zu diskutieren.
Weitere Infos: http://www.notbored.org
08. Juni:
ARTIKEL 7 - UNSER RECHT
ČLEN 7 - NAŠA PRAVICA
(A/Slo, 83 min., 2005)
Ausgehend von auch heute noch ungelösten Fragen des Kärntner Minderheitenkonflikts rekonstruiert dieser Film vor allem die bewegten 1970er Jahre jener Auseinandersetzung. "Artikel 7 – Unser Recht!" war die zentrale Parole der Kärntner SlowenInnen und der sie unterstützenden Solidaritätsbewegung, die gemeinsam auf eine vollständige Erfüllung des im Staatsvertrag festgelegten Minderheitenschutzes drängten. Mittels Interviews und verschiedener Archivmaterialien wird dieses wichtige Kapitel österreichischer Zeitgeschichte assoziativ und kontextreich dargestellt.
Kinoki bittet zur Vorführung und anschließender Diskussion mit den FilmemacherInnen.
Konzept und Realisation: Thomas Korschil und Eva Simmler
mit Mojca Drčar Murko, Peter Gstettner, Janko Messner, Mirko Messner, Helga Mračnikar, Maja Sticker, Marjan Sturm, Hellwig Valentin, Rudi Vouk, Vladimir Wakounig, Angela Wieser
15. Juni:
Wird Österreich immer rassistischer?
Die Zahl der vom Wiener Antirassismus-Verein ZARA dokumentierten rassistischen Übergriffe ist in den vergangenen Jahren dramatisch gestiegen. Waren 2002 noch 330 Fälle von Diskriminierungen, Beschimpfungen und tätlichen Angriffen bekannt geworden, so wurden 2004 bereits 907 Fälle registriert. Werden die ÖsterreicherInnen rassistischer? Oder nimmt einfach nur die Zivilcourage ab?
Eine Diskussion über Rassismus in Österreich mit Hikmet Kayahan, dem Leiter der ZARA-Beratungsstelle für Opfer & ZeugInnen von Rassismus.
(Infos auch unter http://www.zara.or.at)
22. Juni:
Que(e)r-Beisl meets Sommerpause und Ladyfest-Doku
Auch wir brauchen Ferien! Aber vorher wollen wir feiern! Natürlich gemeinsam mit euch! Mit Cocktails, Buffet und natürlich viel Spaß...
Außerdem: Die erste Präsentation der [trara!] lang auf sich warten lassenden Dokumentation über das Ladyfest 2004!
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