que[e]r

que[e]r-Programm / Jänner 2009

Alle Veranstaltungen finden in unseren neuen Location im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt - manchen wird sie noch als die "Brücke" ein Begriff sein - und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.

Der Eintritt ist immer kostenlos!!!

Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite

Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF und als Webkalender!

Mittwoch 7. Jänner

Altes und Neues von rechts: Abtreibungsgegner_innen

Die weit vernetzte, radikale AbtreibungsgegnerInnenschaft auch in Österreich bemüht sich offensichtlich um Aufwind. Dazu dient ihre Propagandawalze: Schulen ("Aufklärungs"unterricht), UNIs ("Info"veranstaltungen zu Abtreibung, dem von ihnen bemühten "PAS-Syndrom" - Post Abortion Syndrom), diverse öffentliche Aufmärsche, aber auch Pressekonferenzen mussten wir in den vergangenen Jahren verstärkt registrieren. Mit der Internetplattform "Gloria.TV" hat sich HLI /Human Life International ein eigenes Videoberichterstattungs- und Manipulationsteam organisiert ...

Wer sind diese in Österreich tätigen HardlinerInnen dieser weltweiten fundamentalistischen Bewegung(en) eigentlich? Wie arbeiten sie? Was sind ihre Strategien? Wie laufen ihre Vernetzungen bis in die Parteien und den hohen Klerus? Und warum gibt es immer noch keine effiziente Politik gegen den Terror von HLI vor Abtreibungskliniken und Arztpraxen?

Infoveranstaltung und Diskussion.

Mittwoch 14. Jänner

Kuschelkino: Salz der Erde

Nach einem Grubenunglück legen die Bergleute in Silver-City/New Mexiko ihre Arbeit nieder. Ihr Protest richtet sich gegen die tägliche Diskriminierung, der sie als AmerikanerInnen mexikanischer Abstammung ausgesetzt sind. Trotz Unterstützung ihrer Gewerkschaft, werden die Arbeiter durch einen Gerichtsbeschluss gezwungen, den Streik zu beenden. Doch ihre Frauen führen den Kampf weiter.

Der Film geht auf einen wirklichen Streik zurück, der sich 1950 in Silver-City ereignet hatte. Salt of the Earth gilt als der einzige Film der Filmgeschichte, dessen öffentliche Aufführung jemals von US-Behörden verboten wurde. Die Hauptdarstellerin Rosaura Revueltas wurde nach Veröffentlichung des Filmes nach Mexiko abgeschoben, Regisseur Herbert Biberman konnte jahrelang keine Filme mehr drehen.

Aktualität behält der Film bis heute, da Salz der Erde weit mehr als eine bloße Parteinahme für die Kämpfe von ArbeiterInnen ist. Vielmehr wird das Spannungsverhältnis zwischen Klassenkonfilkten, Rassimus und Sexismus zum Thema gemacht.

Mittwoch 21. Jänner

Film mit Diskussion: Das Andere Ich

„Das andere Ich“ ist ein Dokumentarfilm, der sich mit türkischen und kurdischen Frauen aus Vorarlberg, Innsbruck und Wien auseinandersetzt. Es werden Interviews mit Frauen aus verschiedenen Generationen über die Themen Liebesbeziehungen, Ehe und Sexualität geführt. Die Vielfalt der Lebenserfahrungen als Ehefrau, Freundin, Heterosexuelle, Lesbe und Guerillakämpferin wird durch einen offenen Umgang kritisch beleuchtet.

Jede der Protagonistinnen fällt durch ihre eigenen Entscheidungen aus dem Klischeebild der Opferrolle der Frau heraus. Der Film zeigt gesellschaftliche und eigene Grenzen und die durch deren Überwindung entstehenden Alternativen.

Anschliessend Diskussion mit den Filmemacher_innen

Mittwoch 28. Jänner

Mann, männlicher, neonazistisch... Rechte Männerbündelei und was dagegen (nicht) zu tun wäre

Burschenschaften sind nicht nur sehr rechts, sondern vor allem auch sehr männlich. Die antifaschistische Kritik und der Widerstand setzen dennoch in der Regel und zuerst an der politischen Ausrichtung des Verbindungsunwesens an. Demgegenüber soll ausgehend von einer Kritik der paranoiden Bewusstseinsformen, welche Männer zu ihresgleichen sich gesellen lässt, der rechten Männerbündelei und ihrer zentralen Fetische ("Ehre", "Wehrbereitschaft", "Volk" usw.) nachvollziehbar gemacht werden, wie Korporierte ticken. Daran anknüpfend und vorm Hintergrund vergangener Kämpfe gegen Burschenschaften wollen wir schließlich die verschiedensten Praxisformen kritisieren und neue diskutieren.