![Que[e]r](../../images/header/queer-2.0.png)
que[e]r-Programm / Jänner 2007
Alle Veranstaltungen finden in unseren neuen Location im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt - manchen wird sie noch als die "Brücke" ein Begriff sein - und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.
Der Eintritt ist immer kostenlos!!!
Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite
Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF [129kB] und als Webkalender!
Mittwoch 10. Jänner:
Bedingungsloses Grundeinkommen jetzt!
Es ist hoch an der Zeit, zumindest das Existenzgeld vom Zwang zur Arbeit zu entkoppeln. Die Diskussion um die Forderung nach einem Grundeinkommen wird in den letzten Jahren wieder intensiver geführt - und auch innerhalb unserer Zusammenhänge: Ist das Grundeinkommen ein neoliberales Projekt a la Milton Friedman, handelt es sich um eine AussteigerInnen- und Arbeitslosenprämie, fördert das Grundeinkommen den Abbau des Sozialstaates, drängt das Grundeinkommen die Frauen zurück zum Herd, nützt das Konzept des Grundeinkommens - auch wenn seine Verwirklichung nicht in Sicht ist - in der alltäglichen politischen Auseinandersetzung? Zu diesen und anderen Fragen rund um ein Grundeinkommen gibt es:
Vortrag und Diskussion mit Karl Reitter
http://www.grundeinkommen.at
http://www.grundeinkommen.info
http://homepage.univie.ac.at/karl.reitter
Mittwoch 17. Jänner:
Kuschelkino - Filmabend zum "deutschen Charakter"
Wir zeigen einen Film aus den 50er Jahren, der in der ganzen Welt hohe Anerkennung erhielt. Lediglich in der Bundesrepublik Deutschland wurde er für 6 Jahre verboten und kam auch später nur in einer um 12 Minuten gekürzten Version ins Kino, da man den Film als Angriff auf die Bundesrepublik betrachtete, in der viele KritikerInnen Ansätze eines erneuten Untertanenstaates sahen. Die Hauptfigur hat als Prototyp des "deutschen Charakters" nach dem Motto "nach oben buckeln und nach unten treten" nichts an Aktualität eingebüßt.
Mittwoch 24. Jänner:
Menschenrechte der Frau in der Türkei
Die Türkei wird dank der kemalistischen Reformen gern als Musterland für Frauenrechte im nahen Osten präsentiert. Die "egalitären" türkischen Gesetze waren jedoch vor den Reformen bis ins letzte Jahr hinein im Zuge der EU-Beitrittsverhandlungen problematischer als weithin angenommen. So wurde u.a. Vergewaltigung einer Jungfrau strenger betraft und die Strafe bei nachfolgender "Wiedergutmachungsheirat" des Opfers sogar gänzlich ausgesetzt; der Ehemann war nach Zivilrecht Oberhaupt der Ehe und alleiniger Entscheidungsträger, die eheliche Gemeinschaft und die Kinder betreffend. Doch auch die positiven und umfangreichen Gesetzesreformen weisen aus menschenrechtlicher Sicht gravierende Mankos auf, insbesondere was die Bereitschaft des Staates und seine VertreterInnen, Frauen im Privat- und Familienleben vor Verletzung ihrer Menschenrechte effektiv zu schützen, angeht.
Buchpräsentation mit der Autorin Christina Keinert
Mittwoch 31. Jänner:
AUFbrüche - Buchpräsentation und Lesung
Die Textsammlung "AUFbrüche - Feministische Porträts und Lebensbilder" umfasst literarische und journalistische Porträts und Lebensberichte, die in der "AUF - Eine Frauenzeitschrift" in drei Jahrzehnten erschienen sind. Die Texte und Geschichten von und über Frauen erzählen von Brüchen und Aufbrüchen. Vom Scheitern und vom Wiederversuchen, vom sich Aufraffen und vom Aufbegehren.
Es gibt kein richtiges Leben im falschen, aber ein bisschen richtiges Leben findet sich doch.
Präsentation, Lesung und Diskussion mit Herausgeberinnen und Autorinnen.
