Que[e]r

Que(e)r-Programm / Jänner 2006

Was allgemeines vorneweg:

que[e]r ist /*mobil*/

jetzt ist es soweit - das que(e)r-beisl setzt sich zur ruhe! nach sieben jahren - unzaehligen vortraegen, diskussionen, filmen und workshops ist es soweit - es ist zu end ...

doch: keine panik! denn que(e)r-beisl geht - aber que[e]r /*mobil*/ ist da!

alles neu? nein! wir werden weiterhin fuer interessante veranstaltungen sorgen. wir werden weiterhin weder kosten (naja bis zu einem gewissen mass) noch muehen (da sind wir flexibel) scheuen um euch und auch uns ein spannendes programm zusammenzustellen! natuerlich sind wir auch fuer vorschlaege und anregungen offen ;)

que[e]r ist /*mobil*/ aber lange noch nicht weg! also - auf ein wiedersehen oder neu kennenlernen! fuer spannende diskussionen und gemuetliche plaudereien!

watch out!

11. Jänner:

"Wahrheit macht frei!"
Der "revisionistische" Amoklauf gegen die Erinnerung

"Der Henker tötet immer zweimal, das zweite Mal, um zu versuchen, die Spuren seiner Verbrechen zu verwischen." (Eli Wiesel)

Die Verhaftung des britischen Neonazis David Irving und die Ausfälle des iranischen Präsidenten Ahmadinejad lenkten eine breitere öffentliche Aufmerksamkeit auf eine spezifische Form des Antisemitismus, die Leugnung des systematischen Massenmordes an den europäischen Jüdinnen und Juden. Die nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen, die nicht nur im Namen eines Kollektivs begangen wurden, stehen bis heute der Identifikation mit diesem Kollektiv im Wege. Darum sind es vor allem NationalistInnen, die versuchen, die Barbarei zu leugnen oder zu verkleinern. Zu ihnen gesellten sich bald die FeindInnen des jüdischen Staates, die über die Leugnung der Shoah Israel eine Existenzgrundlage entziehen wollen. Die plumpe Holocaustleugnung ist heute dem arabischen Nationalismus und Islamismus zur zentralen Doktrin geworden, während sie in Mitteleuropa weitgehend auf Neonazi-Zirkel beschränkt ist. Weit über diese Zirkel hinaus setzten sich jedoch in unseren Breiten weichere Formen des "Revisonismus" in herrschenden Diskursen fest: Mit der Rede vom "Bombenkrieg" und den "Vertreibungsverbrechen" wird versucht aufzurechnen, was nicht aufzurechnen ist. Und es war immerhin ein Lehrender an einer Landesverteidigungsakademie, der vor einiger Zeit den nationalsozialistischen Angriffs- und Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion zum "Präventivkrieg" erklärte.

Vortrag und Diskussion über die antisemitischen Internationale der Geschichtsfälscher, Funktion und Methoden des "Revisionismus"

Zeit: Mittwoch 11. Jänner um 20:00
Ort: Netbase (7. Neustiftg. 17 / U2+U3 Volkstheater)