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que[e]r-Programm / Februar 2010
Alle Veranstaltungen finden in der W23 im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.
Der Eintritt ist immer kostenlos!!!
Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite

Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF und als Webkalender!
Mittwoch, 3. Februar:
Sexismus als Bewegungsnormalität?
Feministische Aktivitäten und Unibrennt.
Die Bildungsproteste und die über zwei Monate andauernde Besetzung des Audimax und anderer Uniräume erreichten eine beachtliche (mediale) Aufmerksamkeit und ungeahnte Breite, worin sich auch gesellschaftliche Normalzustände widerspiegelten: so kam es zu sexistischer Anmache, unpackbaren Übergriffen gegenüber Frauen* und Macker(_innen)tum. Und wiedermal blieb es vor allem Sache von Frauen* gegen sexistische Übergriffe aufzutreten und eine Reflexion über männliches Dominanzverhalten einzufordern. Wir wollen an diesem Abend zusammentragen, welche feministischen Strategien und Interventionen im Zuge der Proteste entwickelt wurden und wie diese aus der Sicht von Aktivistinnen* - mehr oder weniger gut - funktioniert haben. Wir freuen uns auf Berichte von unterschiedlichen Orten und Interventionen, wie der Frauen* AG und der Selbstverwaltete Geschlechtsidentitäten AG, FrauenLesben-Initiativen, Notruftelefon, Plakataktionen, dem Frauen-Lesben-Inter-Trans-Raum (F_L_I_T_Flat), oder der queer-feministischen Gruppe 'frei_wild'. Ist nun durch die Auseinandersetzung mit Sexismus durch Feministinnen* „die Bewegung“ rehabilitiert? Und: was kann das für andere, breitere politische Mobilisierungen bedeuten? Wie tun, damit das Rad nicht immer wieder neu erfunden werden muss?
Wir laden euch ein vorbeizuschauen, Erfahrungen auszutauschen und eure noch unter den Nägeln brennenden Diskussionspunkte in die Runde zu werfen!
Mittwoch, 10. Februar:
Bologna burns!
Vom 11. bis 12. März werden die Bildungsminister*innen 46 europäischer Staaten, zur 10-Jahre-Jubiläumskonferenz des Bologna-Prozesses nach Wien und Budapest geladen. Warum gerade Wien? Weil Österreich mit seinen Uni-Reformen allen Ernstes als Bologna-“Musterschüler“ hingestellt wird. Angesichts der Zustände an den Universitäten und den breiten Protesten für freie Bildung, entbehrt dies nicht eines gewissen Witzes; soll aber auch Grund genug sein, bei der Veranstaltung Sinn und Zweck des sogenannten Bologna-Prozesses zu hinterfragen, sowie über Stand und Perspektiven der Gegenmobilisierung zu informieren.
Weitere Infos: http://www.bolognaburns.org
Mittwoch, 17. Februar:
Wien liegt am Balkan - und Tirol liegt in den Bergen!
Dass das Verhältnis zwischen Österreicher_innen und Bundesdeutschen ein schwieriges ist - vor allem, wenn Geld im Spiel ist - ist sattsam bekannt. Wir wollen uns den tragikomischen Facetten dieses Verhältnisses an diesem Abend mittels (umfangreichen) Filmausschnitten annähern. Wie immer natürlich mit kulinarischem Rahmenprogramm und wem die Leinwand nicht so zusagt: Es soll auch Spiele geben!
Mittwoch, 24. Februar:
Don't let the system get you down! - Infos zum 278a-Prozess
Am 2. März startet der lang erwartete Prozess gegen die 10 TierrechtsaktivistInnen, der nicht nur deshalb bemerkenswert ist, weil er einen der grössten Prozesse in der Geschichte der 2. Republik darstellen wird, sondern weil auch zum ersten Mal in diesem Ausmass linke AktivistInnen aufgrund ihrer politischen Taetigkeit angeklagt sind. Die Prozessdauer sowie dessen Verlauf sind unklar, mit Verurteilungen nach 278a wird allerdings gerechnet. Gelingt dies, wird ein Präzedenzfall in dieser Grössenordnung dazu führen, dass sich politische AktivistInnen aus sämtlichen Zusammenhängen Strategien gegen neue drohende Überwachungsmöglichkeiten und Kriminalisierungsversuche ausdenken müssen.
Infos, Diskussion und Möglichkeiten zur Beteiligung an den Gegenactions rund um den Prozess sollen Inhalt dieser Veranstaltung sein!
Weitere Infos: http://antirep2008.tk
