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que[e]r-Programm / April 2010
Alle Veranstaltungen finden in der W23 im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.
Der Eintritt ist immer kostenlos!!!
Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite

Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF und als Webkalender!
Mittwoch, 7. April:
Selbstverständlich ist das nicht!
Von Streiks, Infrastrukturarbeit und solidarischem Zusammenleben
Ein Bar-Streik eines anarchistischen Kollektivs thematisierte einen wichtigen, manchmal vernachlässigten Teil des Zusammenlebens und -arbeitens in der linksradikalen Szene: Wie kann solidarisches Miteinander in der Szene gestaltet werden? Gerade Infrastruktur-erhaltende Arbeit ist oft aufreibend, immer wieder deprimierend, verlangt Kontinuität und wird leider viel zu oft übersehen oder/und ignoriert. An diesem Abend wollen wir u.a. diskutieren, wie mensch vorbeugen kann, dass wir alle nicht wieder in mehr oder weniger unsolidarische Konsument_innen-Rollen verfallen und Dinge für selbstverständlich annehmen, die es nicht sind.
Mittwoch, 14. April:
Der §278a-Prozess
Erste Erfahrungen und Analysen
Anfang März startete am Landesgericht Wr. Neustadt der Prozess gegen 13 Tierschutz- bzw. Tierrechtsaktivist_innen, der Hauptvorwurf der Staatsanwaltschaft ist die Beteiligung an einer angeblichen "Kriminellen Organisation" nach §278a. Nach dem ersten Verhandlungsmonat wollen wir ein erstes Resümee ziehen: Worum ging’s bisher im Prozess, welche Einschätzungen gibt es, was sind die Erfahrungen der Angeklagten und der Antirep-Gruppe, welche Soliaktivitäten haben im letzten Monat stattgefunden und - nachdem der Prozess noch mindestens bis Herbst dauern wird – welche Möglichkeiten zur weiteren Unterstützung gibt es?!
Den Vortrag werden ein_e Angeklagte_r und ein_e Person von Antirep2008 halten und wir freuen uns auf Fragen und Diskussionsbeiträge!
Mittwoch, 21. April:
Programmänderung! Charterabschiebung nach Nigeria verhindern
Am 22.April 2010 wird es wieder eine Charterabschiebung von Wien Schwechat nach Nigeria geben.
Abschiebungen gemeinsam verhindern!
Um mögliche Aktionen für den 22.April vorzubereiten, gibt es ein offenes Vorbereitungstreffen:
*Konkreter Informations- und Erfahrungsaustausch von Aktionen gegen Abschiebungen
*Überlegen von möglichen Strategien und Aktionen um diese auch gemeinsam umsetzen zu können
*Vernetzungsmöglichkeit von unterschiedlichen Zusammenhängen, Bezugsgruppen und Einzelpersonen
Vorbereitungs-/Vernetzungs-/Infotreffen am Mi., den 21.April 2010 pünktlich um 20Uhr
im Rahmen des que[e]r-Beisl in der Wipplingerstraße 23, 1010 Wien
Am 8. April 2010 wurden bereits eine (ganztägige) Kundgebung am Wiener Flughafen organisiert, auch mehrere symbolische Aktionen fanden statt um die Abschiebepraxis sichtbar zu machen. Die Aktionen sollen in Anknüpfung zum Aktionstag am 23.10.09 eine längerfristige Strategie verfolgen, laut Meldungen gibt es alle 2 wochen CharterAbschiebungen nach Nigeria, und das noch mindestens ein halbes Jahr - dem gilt es entschlossen entgegen zu treten
Infos siehe hier: http://at.indymedia.org/node/17851 und http://at.indymedia.org/node/17850
Mittwoch, 28. April:
Verboten?!
Diskussion zur Aktualität von Kontroll- Verdrängungs- und Verbotspolitik in Wien
Kontrollieren, Verdrängen, Verbieten - das scheint das aktuelle Motto der Stadt Wien zu sein. "ordnung und Sauberkeit" soll herrschen, so wohl die "Vision" der Stadtregierung. Mit dem Beschluss eines "Bettelverbots" im Wiener Rathaus (eingebracht von der SPÖ) wird unterstrichen wie diese Ordnung aussehen soll: Menschen die nicht ins "Stadtbild" passen, werden verdrängt und verjagt. Es ist so formuliert, dass beinahe jede_r Bettler_in zu hohen Geld- oder Freiheitsstrafen verurteilt werden kann. Darüberhinaus wurde beschlossen, alle "die eine erhebliche Verunsicherung" auslösen mit Repression zu konfrontieren, um sie noch leichter aus der (Innen)Stadt verdrängen zu können. Gemeint sind damit u.a. "Obdachlose", "verwarlost auftretende", etc.
Doch damit nicht genug: Weitere Pläne werden geschmiedet, so soll etwa Prostitution nur noch in ganz bestimmten Grätzeln zugelassen werden. Aber auch Parkanlagen sollen in Bälde wieder stärker reglementiert werden: Das sog. "Liegeverbot" wird wieder stärker durchgesetzt, während alljährlich durch touristisch-patriotische Events wie den Nationalfeiertag oder das Erntedankfest größere Schäden angerichtet werden, als durch liegen, sitzen und dergleichen jemals entstehen könnten, ...
Eine Tendenz die sich schon Seit Jahren abzeichnet, sich aber unter den Vorzeichen der bevorstehenden Wahl in voller Härte präsentiert. Wir wollen an dem Abend u.a. diskutieren gegen wen sich diese Stadtpolitik wendet. Was sind die Interessen dahinter? Und vorallem was können wir dem entgegensetzen?
