Que[e]r

que[e]r-Programm / April 2007

Alle Veranstaltungen finden in unseren neuen Location im Herzen des Stenzellands (Wipplingerstr. 23 / 1010 Wien) statt - manchen wird sie noch als die "Brücke" ein Begriff sein - und beginnen um 20:00, geöffnet ist das que[e]r ab 18:30.

Der Eintritt ist immer kostenlos!!!

Weitere Infos gibts auf der que[e]r-Übersichtsseite

Das aktuelle Programm gibt es auch als PDF [145kB] und als Webkalender!

Mittwoch 04. April:

MayDay! MayDay! Prekär arbeiten, prekär leben - zusammen kämpfen?

Zum dritten Mal findet am 1. Mai auch 2007 die MayDay-Parade in Wien statt, mit der auf die fortschreitende Prekarisierung der Lebens- und Arbeitsverhältnisse aufmerksam gemacht werden soll. Sinn der Parade ist nicht nur, durch lustvolle Selbstorganisation auf diesen bedrohlichen Prozess hinzuweisen - der Mayday ist auch eine Einladung, nicht fragmentiert, für sich alleine, sondern vernetzt mit anderen zu kämpfen! Prekarisierung erzeugt Unsicherheit und Angst - das ist unbestritten. Einerseits liegt darin ein Potential, denn Angst und Zorn können zum Zusammenschluss und zur Organisierung führen - andererseits aber auch zum Gegenteil. Und das scheint uns öfter der Fall zu sein: Nicht nur, dass gewerkschaftliche Organisierung heute kaum mehr das bedeutet, was sie einst intendierte; mit fortschreitender Prekarisierung sind auch neue Formen von Rassismen und Sexismen sowie deren politische Instrumentalisierung beobachtbar. Diesen Entwicklungen wollen wir gemeinsam entgegensteuern! Der MayDay soll wie eine Initialzündung funktionieren: ein Aufruf zum vernetzten Agieren, zu einem gemeinsamen Kampf gegen die kapitalistische Ausbeutung und für eine autonome Gestaltung unseres Lebens! Bei der Veranstaltung soll es eine Diskussion mit einigen Kurzclips zum Thema geben.

Mehr Infos: http://www.euromayday.at

Mittwoch 11. April:

Ladyfest-Soliabend

Von 16. bis 20. Mai 2007 ist in Wien wieder Ladyfest angesagt - bereits zum dritten Mal werden riotgrrrls, Ladies, wilde Gören, Rabaukinnen, arbeitsscheue SystemkritikerInnen, ChaotInnen, laute, zornige Genderqueere und ähnliche oder ganz andere die Bühne und mehr erobern. Ladyfest goes que[e]r - mit Filmen + Videos über vergangene Ladyfeste, Solibingo und anderen Goodies. Außerdem ist Ladyfest nach wie vor under construction - Diskussionen, Austausch, Vernetzung in/um/rund ums Ladyfest warmly welcome. Rassistisches, sexistisches, gendergenormtes scheiß-system stürzen!

Mehr Infos: http://plone.ladyfestwien.org

Mittwoch 18. April:

Ihr ghearts olle eigsperrt!

Infotische, Kundgebungen, Demos - im demokratischen Rechtsstaat bleibt nichts ohne Gesetz und deswegen normiert Vater Staat durch das Versammlungsrecht und ein schier undurchschaubares Dickicht von Judikaturentscheidungen die Möglichkeiten des legalen Protest. Die Versammlungsfreiheit wurde in langwierigen gesellschaftlichen Auseinandersetzungen errungen und von den Herrschenden seither keineswegs als Selbstverstaendlichkeit akzeptiert, was ein Blick in die juengere Vergangenheit belegt. Demos werden insbesondere von der Exekutive, deren Aufgabe der Schutz der Versammlungsfreiheit wäre, als laestige Verkehrsbehinderung wahrgenommen und nicht als Ausdruck des Grundrechts auf Versammlungsfreiheit. AktivistInnen werden schikaniert, bedraengt und mit Verwaltungsstrafen bedacht, die oft in jahrelangen Berufungsverfahren ohne Sachentscheidung enden.

Die Solidaritaetsgruppe will mit diesem Vortrag samt anschließender Diskussion über Geschichte und Gegenwart des oesterreichischen Versammlungsrecht Licht ins Dunkel bringen.

Mittwoch 25. April:

Bildet Bands statt Banden - Kapitalismuskritik und G8-Protest

"Kein Gott, kein Staat, keine Arbeit, kein Geld Mein Zuhause ist die Welt"
Jeans Team

Manchmal ist der "Pop" auch einfach schneller als die "Linke". Religionsgemseinschaften und Staatseroberinnen von Attac bis zu den letzten Anhängerinnen Lenins werden genauso zu den Protestierenden in Heiligendamm gehören wie die dortigen (Neo-)Nazis. Wer doch lieber protestiert, statt Musik zu machen, sollte die Gelegenheit nutzen, sich mit den unterschiedlichen Formen von Kapitalismuskritik und ihren Vor- und Nachteilen zu beschäftigen.

Vortrag mit anschließender Diskussion.